APIMONDIA KONGREß 2003

in
 

SLOWENIEN

- DAS LAND VON ANTON JANSA,

KRAINERBIENE UND

BEMALTEN BIENENSTOCKSTIRNBRETTERN


SLOWENIEN - DAS LAND VON ANTON JANSA

BIENEZUCHTTRADITION IN SLOWENIA

LAND DES GUTEN HONIG
 

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SLOWENIEN - DAS LAND VON ANTON JANSA

Slowenische Imker, vereinigt im Verband Cebelarska zveza Slovenije, mit der Unterstützung der Regierung, Imkerunternehmen und Imkerexpertorganisationen einzuladen die Imker aus aller Welt zum 38. Internationalen Imkerkongreß Apimondia nach Ljubljana im Jahre 2003 . Bei dieser Gelegenheit möchten wir drei bedeutende Ereignisse feiern und gedenken   unseren Landsmann, weltbekannten Imker und den ersten Hofimkerlehrer in Wien Anton Janša, der vor 230 Jahren gestorben ist. Er ist auch der Author von zwei berühmten Büchern über Bienen. Wir möchten den 130. Jahrestag (1873) vom Anfang der Veröffentlichung von der ersten Imkerzeitschrift in Slowenien und den 222. Gründungstag von dem ersten Imkerverband (1781) feiern. Auf dem Apimondia Kongreß in der Schweiz im Jahre 1995 haben wir uns als Kandidat für die Organisation des internationalen  Imkerkongresses Apimondia in 2003 angemeldet.

Reiche Imkertradition einschließlich weltbekannte bemalte Bienenstockstirnbretter, gut entwickelte Bienenzucht und Bearbeitung von Bienenerzeugnissen in die Produke der Apitherapie und bedeutenden Erfolg der Bienenzüchter auf dem Gebiet der Königinnen und Imkerexperte auf dem Gebiet von der Zucht und Zuchtwahl der Krainerbienenköniginnen wie auch die Gründung von Academia operosorum (1701), die Bienen als ihr Symbol verwendete, hat uns angeregt für die Organisation des 38. internationalen Imkerkongresses Apimondia im Jahre 2003 zu kandidieren.

Slowenien erfüllt alle Bedingungen für die Vorbereitung eines erfolgreichen und interessanten Kongresses für alle Teilnehmer. Das Kongreßzentrum Cankarjev dom in Ljubljana als der anerkannte Organizator von vielen erfolgreichen internationalen Ereignissen bietet die modernste Ausrüstung und ermöglicht eine gute Organisation des Kongresses. Neben Naturschönheiten (Postojnska jama, Lipica, Bled, Bohinj usw.) könnten die Teilnehmer auch das Imkermuseum in Radovljica, Bienenhaus von Anton Janša in Breznica, Zuchtorte von Krainerbienenköniginnen, größere Imkereien und viele andere Sehenswürdigkeiten besuchen. Slowenische Imker danken, daß Sie unsere Kandidatur für die Organisation des Apimondia Kongresses in Ljubljana im Jahre 2003 ünterstützen haben. Auf Wiedersehen in Slowenien auf dem 38. Apimondia Imkerkongreß.
 
 

Lojze Peterle

Vorsitzender von Slowenische Imker Baund

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BIENEZUCHTTRADITION IN SLOWENIA

Slowenien ist ein mitteleuropäischer Staat, der zwischen dem Pannonischen Becken und der Poebene liegt. Slowenen sind eine Bienenzuchtnation, was auch unsere reichen Bienenzuchterbe und Tradition bestätigen, die weit in die Geschichte reichen, als die Slowenen diese Orte, wo wir jetzt leben, besiedelten. Der Handel mit Honig und Wachs erlebte einen Aufschwung im 15.Jahrhundert wofür auch dokumentierte Nieder- schriften bestehen.

Den Weltruhm genießt unser Landsmann, Slowene Anton Janša, der die Bienenzuchtwissenschaft sehr bereicherte. Er war der erste Lehrer der Bienenzucht auf dem Hof der Kaiserin Maria Teresia in Wien. Er shrieb zwei Bücher, die weltweit bekannt geworden sind und beruhen auf seinen außergewöhnlich reichen praktischen Erfahrungen. Im Jahre 1771 schrieb Janša die ''Abhandlung vom Schwärmen der Bienen'' in der deutschen Sprache. Umfangreicher ist das Buch mit dem Titel ''Vollständige Lehre von der Bienenzucht'' (1775), das auch auf Deutsch geschrieben wurde und erst nach seinem Tod veröffentlicht wurde.

Neben Anton Janša waren die Slowenen für den blühenden Handel mit Bienen und Bienenköniginnen, der sich bei uns im vergangenen Jahrhundert entfaltete, weltweit sehr bekannt. Schon in der Mitte des 19. Jh. haben die Slowenen Bienenköniginnen und Schwärme in das ganze Europa und die Überseeländer exportiert. Ausgeführt wurde die slowenische autochthone Biene Apis mellifera carnica, die auch die Krainer Biene oder die graue Biene genannt wurde. Die beiden Weltkriege haben den Handel stark getroffen. Trotz dieser Tatsache ist die Krainer Biene die leitende Biene in vielen Ländern der Welt, vor allem im Mittel - und Nordeuropa geworden. Sie zeichnet sich durch ihre Ruhe und einen guten Honigertrag aus.
Eine eigenartige slowenische bildliche Volkskunst soll hier erwähnt werden, nämlich die Malerei von Biennenstock- stirnbrettern, die sich im 18. und 19. Jh. sehr entfaltete. Slowenische Besonderheit sind auch Bienenhäuser mit einem Satteldach, die nirgendwo in der Welt zu finden sind. Die Organisierung der slowenischen Bienenzüchter hat eine reiche Tradition. Der erste Imkerverein, der die ''Imkerbruderschaft'' genannt wurde, wurde schon im Jahre 1781 gegründet. Das war der erste Verein auch im heutigen Sinne, er hatte seinen Namen, den Sitz, seine Leitung, Regeln und Mitglieder, die einen jährlichen Mitgliedsbeitrag bezahlt hatten. Daß der Verein sehr stark und fleißig war, beweist auch die Tatsache, daß im Jahre 1781 der Mitgliedsbeitrag von 397 Mitgliedern gesammelt wurde.

Die Vorläuferin der heutigen Organisation wurde im 1898 gegründet. Sie vereinigte und vereinigt die slowenischen Bienenzüchter. Ihre Hauptaufgaben und -ziele sind die Ausbildung  von Bienenzüchtern. Heute ist die Organisation der  Imkerverband genannt, hat ihren Sitz in Ljubljana, Cankarjeva 3. Der Verband veröffentlicht eine fachliche Imkerzeitschrift ''Slowenischer Imker''. Die Organisation wird hauptsächlich durch ihre Mitglieder unterhalten, sie vereinigt 210 Imkervereine mit rund 7.000 Bienenzüchtern oder Mitgliedern. Die Mitgliedschaft ist freiwillig. Sie versucht den Bienenzüchtern auch beim Verkauf von Honig zu helfen, der in der letzten Zeit sehr problematisch ist, auch wegen der grossen Mengen vom importierten Honig.

Die slowenischen Bienenzüchter haben in den letzten Jahrzehnten beim Transport von Bienen, bei der Züchtung von hochwertigen Krainer Bienenköniginnen, qualitäten und preiswerten, Imkerausrüstung, der in Slowenien hergestellt wird, gute Fortschritte gemacht.
 
 

Janez Mihelic
Redakteur des Slowenischen Imkers

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LAND DES GUTEN HONIG

Die alte Tradition  der Bienenzucht in Slowenien setzt sich bis in unsere Tage fort.

Slowenien ist das Land der guten Bienenzüchter, die auschließlich mit der Krainer Biene Apis mellifera carnica imkern. Eine durchschnittliche jährliche Honigernte beträgt 12 bis 20 kg pro Stock. Etliche Bienenzüchter widmen sich auch der Herstellung von parallelen Bienenprodukten wie Blütenstaub, Weisel- futtersaft, teilweise auch Propolis.

7.292 Bienenzüchter imkern mit 164.429 Bienen-Stöcken. Die durchschnittliche Grösse der Bienenzucht ist 22,5 Stöcke. 87,3 % Bienenzüchter sind die Mitglieder der Imkervereine, die schon lt. Tradition in alle Aktivitäten von Bienenzüchtern eingeschlo- ssen sind.

Die Dichte von Bienenfamilien überschreitet den europäischen Durchschnitt und beträgt 8,2 Stöcke pro m2. Wie in den Nachbarländern sind die Bienenhäuser in urbaner Umgebung konzentriert. Deswegen ist der Transport von Bienen zur Weide, vor allem in Wälder, sehr erweitert. Regelmäßig werden mehr als 38 % Bienenfamilien transportiert.
Krainer Biene in Slowenien

Die Krainer Biene ist ein gute Honiganbäuerin. Die vergle- ichenden Tests haben gezeigt, daß die gewählten Bienenfamilien der Krainer Rasse fast in der Regel die Honigproduktion, die bei der kommerziellen Linien und Bienenhybriden erzielt worden ist, übertreffen. Dabei ist eine spezifische Umgebung, auf welcher die heimischen Bienen schon entsprechend adaptiert sind, sehr wichtig.

In Slowenien waren sofort nach dem zweiten Weltkrieg die Bestrebungen für eine organisierte Zuchtwahl und Züchtung von Bienenköniginnen sichtbar. Die Arbeit hat gelegentlich schön eingebracht, aber im richtigen Umfang lebte die Arbeit erst nach dem Jahr 1984 auf als ein einheitlicher Zuchtwahldienst beim Landwirtschaftlichen Institut Sloweniens in Ljubljana gegründet wurde. Bald ist die Produktion von Bienenköniginnen auf 30.000 gestiegen.

Seit dem Jahr 1992 werden Bienenköniginnen bei allen registrierten Züchtern in gesondert ausgewählten Imkereien geprüft. Jedes Jahr werden Daten über 1.000 Bienenköniginnen gesammelt und bei der Züchtungsarbeit mit Züchtern vewendet. Sie sind 10 bis 15, was von der Erfüllung der gesetzlich geforderten Kriterien für die Registrierung der Brutzüchtung abhängt. Damit bekommen Käufer nutzbare Informationen über die Qualität der Zucht von Bienenköniginnen und die Züchter erhalten glaubhafte Daten über die Qualität ihrer Züchtungsarbeit. Ein Drittel der Bienenköniginnen aus den registrierten Züchtungen wird auf dem slowenischen Markt verkauft, zwei Drittel werden ausgeführt. Im Fall einer größeren Nachfrage kann die jetzige Zahl von Zuchtbienenköniginnen verdoppelt werden.

Kenntnisse der Bienenzüchter

In der Beratung und Forschung in Imkerei sind 14 Personen in Slowenien tätig; ein Forscher an der biotechnischen Fakultät, Abteilung für Biologie, erforscht die Kommunikationsarten der Bienen, ein anderer Forscher leitet einen Fachprojekt mit dem Titel ''Zuchtwahl der Krainer Biene und Organisation des Weidenkatasters'' und andere ähnliche Forschungsprojekte im Rahmen des Landwirtschaftlichen Instituts Sloweniens, zwei Forscher an der Veterinärfakultät erforschen die Problematik von Bienenkrankheiten. Alle Forscher sind untereinander in eine einheitliche Forschungsgruppe gebunden. Sie ist nicht geschlossen und schließt gelegentlich auch Fachmänner anderer Fächer ein. Sieben Veterinäre - Berater in der Imkerei - sind im Außendienst tätig, sie kontrollieren operativ und sanieren die Bienenkrankheiten. Ein Berater für die Organisation und Prognose der Bienenweide ist für das gesamte Gebiet Sloweniens verantwortlich. In den Rahmen der Forschungsarbeit gehört auch die Veröffentlichung der Fachzeitschrift ''Slowenischer Imker''. Die Unternehmen, die Honig verarbeiten und Bienenprodukte verkaufen, sind intensiv auch in die Programme der Beratung in Bienenzucht eingeschlossen. Alle angegebenen Faktoren sind systematisch in die Ausbildung der Bienenzüchter in Bienenvereinen hingzugezogen.

Neben Ausbildung der Bienenzüchter in Bienenvereinen kann man spezielle Imkerkenntnisse auch im Rahmen der land- wirtschaftlichen Ausbildung gewinnen. Die Anlage in die Kenntnisse verläuft systematisch und ist der Grund für die Erhöhung des zukünftigen Anteils von beruflichen Bienen- züchtern in Slowenien.
 

Dr. Janez Poklukar
Landwirtschaftliches Institut Sloweniens



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